Eine Bühne zieht um.

Die Arbeiten für das Ofenhaus auf dem Gaswerk-Gelände als Interims-Spielstätte für das Schauspiel liegen im Zeitplan. Nachdem sich die Interims-Spielstätte des Theaters im martini-Park etabliert hat und zahlreiche Besucher mit einem vielseitigen Programm anlockt, gehen die Arbeiten am Ofenhaus auf dem Gaswerk-Gelände, das als Interims-Spielstätte für das Schauspiel dienen wird, auf Hochtouren weiter. 

Hierfür werden unter anderem alle theatertechnischen Einbauten wie Licht, Ton, Bühnentechnik, Tribüne und auch die Klimatechnik / Lüftungsanlage etc. aus der brechtbühne demontiert und im Ofenhaus und dem angrenzenden Neubau wieder eingebaut. Der Zeitplan sieht vor, dass die Demontagen im Juni beginnen werden und der Einbau der gesamten Theatertechnik im November diesen Jahres abgeschlossen sein wird. Eine Umsetzung der Fassade der brecht­bühne ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht geplant, diese wird daher abgerissen, um dann im nächsten Schritt den Archäologen das Feld zu überlassen. Experten vermuten aufgrund des Verlaufs einer Römerstraße größere Funde aus der Römerzeit. Sobald die Archäologen mit ihren Untersuchungen fertig sind, beginnen die Baumaßnahmen für Bauteil II.

Die Interims-Spielstätte Ofenhaus im Gaswerk feiert am 12. Januar 2019 Premiere, dabei wird der Theatersaal 219 Zuschauer fassen können. Auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern wird eine Gast­­ronomie entstehen, die für Theaterbesucher, Mit­arbeiter und Tages­gäste ein jeweils passendes Angebot an Speisen bereithält. Im neuen Teil des Ofenhauses entstehen Werkstätten, Büros und eine Probe­bühne sowie Ateliers für Künstler aus dem Kulturpark West.

Auch die Entwicklung des Gaswerkgeländes zum Areal für Kultur- und Kreativwirtschaft schreitet fort. Eine wichtige Gasleitung muss verlegt werden, ein Parkhaus wird gebaut und der Umbau des Sozial­gebäudes und der Werkstätten zu Räumen für Kulturschaffende beginnt. Ab 2019 steht dann die Sanierung des Scheibengas­behälters an.

Umgesetzt werden folgende technische
Einrichtungen aus der brechtbühne:

•  Zuschauertribüne und Bestuhlung
•  16 Rohrwellenzüge mit Steuerung und einer Nutzlast von je 250 kg
•  gesamte Lichtanlage mit Stellwerk und ca. 135 Scheinwerfern
•  Ton- und Videoanlage
•  Inspizientenanlage
•  teilweise Lüftungs- und Heizungsanlage
•  Boden und Technik der Probebühne

Mit den Ferien im August zieht das Theater um.

Zwei ehemalige Produktionshallen auf dem martini-Park Gelände dienen als Interimsspielstätte. 620  Zuschauer finden dort Platz.

Über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  des Theaters haben dort nun für fünf Jahre ihren Arbeitsplatz. Beim Theater­fest am Sonntag, 24. September, sind alle eingeladen, sich die neuen Räume anzusehen. Mitte September beginnen dort auch planmäßig die Proben: Am 1. Oktober hat die Oper „Der Freischütz“ Premiere.

Im geräumten „Großen Haus“ gehen derweil die Vorbereitungen für die Sanierung weiter: Erste Demontagen sowie die Stilllegung der Infrastruktur von Strom, Wasser und Wärme erfolgen. Werkstätten, Büros und Probebühnen im benachbarten Areal der nördlichen Kasernstraße können dagegen noch bis Mitte 2018 genutzt werden.

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